Ratgeber · November 2026

Was ist ein virtueller Datenraum?

Ein virtueller Datenraum (VDR, kurz „Datenraum“) ist ein geschützter Online-Bereich, in dem ein Unternehmen vertrauliche Dokumente gezielt für Externe freigibt – meist für Käufer, Investoren, Banken oder deren Berater während einer Due-Diligence-Prüfung. Anders als ein Cloud-Speicher regelt ein Datenraum genau, wer welchen Ordner sieht, prüft die Identität der Leser, versieht Dokumente mit einem Wasserzeichen des Lesers, sperrt Download und Druck und protokolliert jeden Zugriff.

Stand: 7.11.2026. Hinweis: HelpRange ist unser eigenes Produkt.

Wofür man einen Datenraum braucht

  • Unternehmensverkauf und M&A – Käufer, Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater prüfen die Unterlagen vor dem Signing.
  • Finanzierungsrunden – Investoren sehen Zahlen, Cap Table, Verträge und IP-Rechte ein.
  • Immobilientransaktionen – Mietverträge, Grundbuchauszüge, Baugenehmigungen und technische Unterlagen für mehrere Bieter.
  • Finanzierung, Restrukturierung, NPL-Portfolios – Unterlagen für Banken, Gläubiger und Berater.
  • Aufsichtsrat und Beirat – Sitzungsunterlagen nur für Mitglieder des Gremiums.
  • Prüfungen – Dokumente für Prüfer, ohne E-Mail-Anhänge.

So funktioniert ein Datenraum

  1. Index und Ordnerstruktur – nummerierte Ordner: Gesellschaftsrecht, Finanzen, Steuern, Verträge, Personal, IP, IT und Datenschutz. Vorlage: Due-Diligence-Checkliste.
  2. NDA vor dem Zugriff – Externe akzeptieren die Vertraulichkeitsvereinbarung, bevor sich das erste Dokument öffnet.
  3. Berechtigungen – jeder Bieter oder Berater sieht nur seine Ordner; Rechte lassen sich jederzeit ändern oder entziehen.
  4. Schutz vor Weitergabe – Wasserzeichen mit der E-Mail des Lesers, Download- und Drucksperre, Ablaufdatum.
  5. Q&A – Fragen zu Dokumenten werden im Datenraum gestellt und beantwortet.
  6. Aktivitätsprotokoll – wer hat was wann und wie lange gelesen; nach dem Closing ein Archiv.

Datenraum vs. Google Drive, Dropbox oder E-Mail

E-MailGoogle Drive, DropboxDatenraum
NDA vor dem ersten Dokumentneinneinja
Wasserzeichen mit Leserdatenneinneinja
Download- und Drucksperreneinteilweiseja
Wer hat was wie lange gelesenneineingeschränktja, Seite für Seite
Zugriff nachträglich entziehenunmöglichjaja
Bericht und Archiv der Transaktionneinneinja

Hosting und DSGVO

  • Speicherort und AVV: Due-Diligence-Unterlagen enthalten personenbezogene Daten. Klären Sie, wo Dokumente, Backups und Protokolle liegen, und schließen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
  • Hosting in Deutschland: Die DSGVO verlangt keinen deutschen Standort, aber viele Verkäufer, Betriebsräte und regulierte Unternehmen bevorzugen ihn.
  • Berufsgeheimnisträger: Kanzleien und Steuerberater prüfen zusätzlich die Anforderungen des § 203 StGB an Dienstleister.
  • Nachweise: BSI-C5-Testat, ISO-27001-Zertifikat mit Geltungsbereich oder SOC-2-Bericht statt eines Logos.

Welche Anbieter in Deutschland hosten: Anbietervergleich.

HelpRange als Datenraum

  • NDA vor dem Zugriff, Login per E-Mail-Code, Wasserzeichen mit der E-Mail des Lesers, Download-Sperre, seitengenaue Auswertung, KI-Antworten aus den Dokumenten.
  • Dokumente verschlüsselt in AWS Frankfurt; App, Kontodaten und Auswertungen in AWS in den USA. AVV auf Anfrage.
  • Preis pro Team: Free 0 $, Pro 39 $/Monat (bis zu 3 einfache Datenräume, ohne NDA und Gast-Uploads), Unlimited 174 $/Monat bzw. 139 $ jährlich, Deal Room Pass 199 $ für 90 Tage.
  • Ehrlich gesagt: noch kein ISO-27001- oder SOC-2-Nachweis; unsere Maßnahmen stehen unter Sicherheit.

Mehr: virtueller Datenraum von HelpRange, Datenraum für M&A.

Häufige Fragen

Was bedeutet VDR?

VDR steht für Virtual Data Room, auf Deutsch virtueller Datenraum: ein geschützter Online-Raum für die Freigabe vertraulicher Dokumente, meist in der Due-Diligence-Prüfung.

Was ist der Unterschied zwischen Datenraum und Cloud-Speicher?

Ein Datenraum bietet NDA vor dem Zugriff, Berechtigungen je Bieter, Wasserzeichen mit Leserdaten, Download-Sperren und ein vollständiges Zugriffsprotokoll. Ein Cloud-Speicher ist für Ablage und Zusammenarbeit gedacht, nicht für die kontrollierte Offenlegung.

Wer richtet den Datenraum ein?

Der Verkäufer, meist mit seinem M&A-Berater oder seiner Kanzlei. Käufer und deren Berater erhalten Lesezugriff und stellen Fragen.

Muss ein Datenraum in Deutschland gehostet sein?

Die DSGVO verlangt keinen Standort in Deutschland, aber eine rechtmäßige Auftragsverarbeitung. Viele Verkäufer und Betriebsräte bevorzugen Hosting in Deutschland oder der EU.

Was kostet ein virtueller Datenraum?

Von kostenlosen Einstiegsplänen über Abos ab einigen hundert Euro im Monat bis zu fünfstelligen Beträgen für große Transaktionen bei Anbietern mit Individualangebot.

Wie lange dauert eine Due Diligence?

Im Mittelstand meist einige Wochen bis wenige Monate ab dem Letter of Intent – schneller, wenn der Datenraum vor Prozessbeginn vollständig ist.

Ein Datenraum für ein Projekt

Deal Room Pass: 199 $ einmalig für 90 Tage – NDA vor dem Zugriff, Wasserzeichen, KI-Antworten, unbegrenzte Gäste.

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